Frank Jablonski

Parteiarbeit

Nach vielen Jahrzehnten der politischen Auseinandersetzung beschloss der Bundestag 2010 mehrheitlich einen Kompromiss zum Ausstieg aus der Atomenergie. Im Herbst 2010 gab es ein Abendessen von Kanzlerin Merkel mit den Vorstandschefs von RWE, E-ON, ENBW und Vattenfall, also den Konzernen, die in Deutschland Atomkraftwerke betrieben haben. Wenige Tage später verkündete Angela Merkel in einem historischen Alleingang den Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Atomenergie.

 

Das fand ich aus zwei Gründen vollkommen falsch. Zum einen hat meiner Meinung nach eine Hochrisiko-Technologie wie die Atomkraft im dichtbesiedelten Mitteleuropa absolut nichts zu suchen, zum anderen war ich entsetzt darüber, dass eine Kanzlerin willkürlich und bewusst den Deutschen Bundestag und damit die demokratischen Strukturen komplett übergangen hat. Aufgrund dieser Vorgänge bin ich 2010 im Alter von 36 Jahren Mitglied bei Bündnis90/Die GRÜNEN geworden.

Nach der Nuklearkatastrophe in Fukushima, ein halbes Jahr später, ist Angela Merkel übrigens wieder aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Atomenergie ausgestiegen.

Meine ersten Stationen in der Parteipolitik waren der Arbeitskreis Kultur der Kölner GRÜNEN und mein Ortsverband in Ehrenfeld. Dort durfte ich als OV Sprecher aktiv werden, bevor ich in die Bezirksvertretung gewählt wurde, was meine Leidenschaft für Kommunalpolitik geweckt hat.

 

Seit dieser Zeit war ich häufig Delegierter in verschiedenen Bereichen auf der Kölner Kreisverbands- und der Landesebene, bis ich Mitglied des KV-Vorstands und nach zwei Jahren Co-Sprecher des Kreisverbands wurde. In dieser Zeit habe ich federführend die Proteste gegen die Rodung des Hambis und den Kampf gegen Rechts für unseren KV organisiert. 

Neben allgemeiner politischer und organisatorischer Arbeit, habe ich in den folgenden Jahren Wahlkämpfe organisiert, Koalitionsverhandlungen geführt, zahlreiche Neumitglieder begrüßt und eng mit unserer Ratsfraktion, den BV-Fraktionen und den Abgeordneten zusammengearbeitet. Bei der Landtagswahl 2017 durfte ich mich als Direktkandidat in Lindenthal zur Wahl stellen. Nach der Landtagswahl 2022 habe ich mein Amt als Co-Sprecher des Kreisverbands niedergelegt.

 

Als Mitglied des Landtags bin ich kulturpolitischer Sprecher unserer GRÜNEN Fraktion, Obmann im Ausschuss für Kultur und Medien, Mitglied im Ausschuss für Heimat und Kommunales, sowie in zahlreichen anderen Funktionen tätig. Die Bürgerinnen und Bürger in Lindenthal haben mich bei der Landtagswahl 2022 direkt im Wahlkreis 14 Köln II gewählt. Seitdem bin ich der direkte Ansprechpartner für mehr als 150.000 Menschen in den Veedeln Braunsfeld, Junkersdorf, Klettenberg, Lindenthal, Lövenich, Müngersdorf, Sülz, Weiden und Widdersdorf.

Werdegang (Bündnis90/DieGrünen)

  • seit 2022 Abgeordneter des Landtags NRW, Sprecher für Kulturpolitik
  • seit 2016 bis 2022 Co-Vorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Köln

  • seit 2022 Delegierter BAG Kultur
  • seit 2020 Mitglied (seit 2026 SaBü) der Landschaftsversammlung Rheinland (LVR), tätig in den Ausschüssen
    Kultur, Bauen und Umwelt, Gesundheit, Krankenhausausschuss IV und Mitglied im Lenkungskreis der MiQua

  • 2017 und 2022 Landtagsdirektkandidat in Köln-Lindenthal

  • 2012 bis 2014 Co-Sprecher im OV Ehrenfeld
  • 2014 bis 2020 stellv. Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN Fraktion in der BV Ehrenfeld
    Gründungsmitglied Säkulare GRÜNE NRW

  • 2014 bis 2022 Mitglied im Kölner Kreisverbands-Vorstand
    Initiator des ersten NRW GRÜNEN Vernetzungstreffens gegen Rechts 

  • ab 2014 Kölner LDK, LPR und BDK
  • 2011 bis 2022 gewähltes Mitglied der Mach et Redaktion Delegierter
  • 2011 bis 2013 stellv. Sprecher Arbeitskreis Kultur und Medien
  • 2010 Mitglied BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Köln